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Nick Dunlap: 63er Runde als Lichtblick in einer verlorenen Saison

Nach einem schwachen Jahr spielt Nick Dunlap bei der Bank of Utah Championship eine 63 und liegt geteilt auf Rang zwei. Ist das die Wende?

Ein Auftakt wie aus besseren Tagen

Wer die Saison von Nick Dunlap verfolgt hat, dürfte beim Blick auf das Leaderboard der Bank of Utah Championship zweimal hingesehen haben. Der US-Amerikaner hat zum Auftakt des Turniers im Black Desert Resort eine 63er Runde gespielt. Mit acht unter Par liegt er nach dem ersten Tag geteilt auf dem zweiten Platz, nur einen Schlag hinter dem Führenden.

An der Spitze steht Zach Bauchou, der mit einer 62 die beste Runde seiner Karriere notierte und bei neun unter Par liegt. Dahinter drängt sich eine große Gruppe bei minus acht: Neben Dunlap gehören Sudarshan Yellamaraju, David Lipsky, der Deutsche Stephan Jaeger, Steven Fisk, Jordan Smith, Kevin Roy und Kevin Streelman dazu. Drei Runden stehen noch aus, das Turnier ist also noch völlig offen.

Eine Saison zum Vergessen

Wie bemerkenswert Dunlaps Auftakt ist, zeigt ein Blick auf seine Bilanz. In der Saison 2026 schaffte er bei 18 Starts nur sieben Mal den Cut, ein Top-10-Ergebnis gelang ihm kein einziges Mal. In den FedExCup Fall ging er auf Rang 167 der FedExCup-Wertung. Auch in der Weltrangliste ging es deutlich nach unten: Während seines Formtiefs rutschte er zwischenzeitlich bis auf Position 418 ab.

Dabei sind die Erwartungen an Dunlap seit Jahren hoch. Als Teenager machte er Schlagzeilen, als er 2024 als Amateur das American Express gewann. Inzwischen hat er zwei Siege auf der PGA Tour gefeiert.

Kampf um die Spielberechtigung

Die Bank of Utah Championship gehört zum FedExCup Fall, und für Spieler wie Dunlap geht es in diesen Wochen um viel. Die PGA Tour hob in ihrer Zusammenfassung des ersten Tages hervor, dass mehrere Spieler mit einer 63 außerhalb der Top 100 der FedExCup-Wertung stehen und hier um ihre Spielberechtigung für 2027 kämpfen. Dunlap ist einer von ihnen. Ein starkes Ergebnis in Utah könnte für ihn deshalb weit mehr bedeuten als nur einen Achtungserfolg.

Neuer Mann an der Tasche

Nach dem Ende der regulären FedExCup-Saison im September zog Dunlap eine personelle Konsequenz. Er trennte sich von seinem Caddie Hunter Hamrick, der seit Juli 2023 an seiner Seite gewesen war und zuvor als Assistenztrainer an der University of Alabama gearbeitet hatte. Nachfolger wurde Jeff Curl, ein langjähriger Mentor, der Dunlap kennt, seit dieser 14 Jahre alt ist. Seinen ersten Einsatz an der Tasche hatte Curl Berichten zufolge bei der Biltmore Championship in Asheville.

Wie eng die Verbindung der beiden ist, zeigen ihre Aussagen gegenüber EssentiallySports. „Vieles von dem, was ich über das Spiel weiß, habe ich von ihm", sagte Dunlap über Curl. Der wiederum glaubt seit jeher an seinen Schützling: „Ich wusste, dass das kommen würde, seit er 14 war, und ich habe es allen erzählt." Schon während der U.S. Amateur 2023 hatte Curl ihm mit auf den Weg gegeben: „Das kann eine großartige Geschichte werden, wenn du es zulässt."

Wende oder Momentaufnahme

Ob die 63 der Beginn einer Trendwende ist, lässt sich nach einer Runde nicht seriös beantworten. Doch der Auftakt zeigt, dass Dunlaps Potenzial nicht verschwunden ist. Entscheidend wird sein, ob er dieses Niveau über die kommenden drei Runden halten kann – in einem dicht gedrängten Feld, in dem bereits ein schwächerer Tag zum Absturz führen kann.

Alle Ergebnisse und den aktuellen Stand finden Sie im Bank of Utah Championship leaderboard.

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